Diese gilt es als neue Berliner Mischung aus Dienstleistung und dienstleistungsorientierter Produktion wiederzubeleben und den Tempelhofer Damm sowie die Manfred-von-Richthofen-Straße als Einkaufsstraßen zu stärken.

Entwicklungsmöglichkeiten in Tempelhof

Rund um das Rathaus Tempelhof gibt es das Stadtbad, die Bezirkszentralbibliothek, die Polizei und den großen Verwaltungsstandort im Rathausgebäude. Mit dem Projekt „Neue Mitte Tempelhof“ wollen wir dafür sorgen, dass dieser neue Ortskern ein zentraler Anlaufpunkt und neue Heimat für viele Menschen in Tempelhof wird.

Verkehr neu ordnen, Anwohner schützen, Parkplätze erhalten!

Eines der drängendsten Themen im Kiez ist der Verkehr auf dem Tempelhofer Damm und den Nebenstraßen. Betroffen sind Liefer-, Pkw- und Fahrradverkehr gleichermaßen. Ziel der CDU ist es, die Bewohnerinnen und Bewohner im Kiez zusammenzuführen und nicht zu spalten. Bedingung dafür ist eine Verkehrspolitik, die den Bedürfnissen aller Menschen im Kiez Rechnung trägt. Daher machen wir uns stark für:

  • ein in sich geschlossenes Verkehrskonzept für den Ortsteil Tempelhof, das mit den Anwohnerinnen und Anwohnern und der BVV diskutiert werden muss;

  • die Erhaltung des bestehenden Parkraums auf dem Tempelhofer Damm und die Beibehaltung des gebührenfreien Parkens auf öffentlichen Straßen in Tempelhof;

  • die Schaffung weiterer Lieferzonen auf dem Tempelhofer Damm oder in den Seitenstraßen zur Stärkung des Einzelhandels;

  • eine erhöhte Präsenz von Zivilstreifen wie uniformierten Beamtinnen und Beamten im Bereich des Tempelhofer Damms. Nächtliche Autorennen, verbunden mit hoher Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner und Gefahren für Unbeteiligte, sollen dadurch vermieden werden;

  • den Ausgleich der wichtigen Parkplätze in der Einkaufsstraße Manfred-von-Richthofen-Straße und am Platz der Luftbrücke, damit der Einzelhandel nicht leidet und die Anwohner vom Park-Such-Verkehr nicht belästigt werden;

  • die Realisierung des seit Jahren vorliegenden Fahrradnebenroutenkonzeptes für die Parallel- und Seitenstraßen des Tempelhofer Damms;

  • die Erneuerung des Fahrradweges zwischen Platz der Luftbrücke und S+U-Bahnhof Tempelhof;

  • den Bau einer Fahrradquerung über die Bahntrassen und den Naturpark Schöneberger Südgelände aus östlicher Richtung zur Erreichung des Fahrradschnellwegs zwischen den S-Bahnstationen Priesterweg und Südkreuz.

Verkehrszunahme in der Gartenstadt

Kein Anwohner muss akzeptieren, dass aus einer ruhigen Nebenstraße direkt vor seiner Haustür zur Hauptverkehrszeit eine Durchgangsstraße wird. In der Gartenstadt Neu-Tempelhof ist genau diese Entwicklung eingetreten: Dauerstau auf dem Tempelhofer Damm und absurde Ampelschaltungen verleiten Autofahrer dazu, auf kleine Straßen in der Gartenstadt auszuweichen, um schneller die Autobahnzufahrt zu erreichen. Die Folge sind Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer und eine unzumutbare Belästigung der Anwohnerinnen und Anwohner.

Die CDU wird deshalb:

  • bestehende Tempo-30-Zonen und -Abschnitte in der Gartenstadt Neu-Tempelhof, insbesondere der Manfred-von-Richthofen-Straße und der Boelckestraße, durch zusätzliche, großflächige Markierungen auf dem Fahrdamm besser kenntlich machen;

  • unverzüglich die Taktung aller Ampelschaltungen entlang des Tempelhofer Damms sowie in der gesamten Gartenstadt zugunsten des Verkehrsflusses auf dem Tempelhofer Damm ändern;

  • bei der Polizei auf zusätzliche Geschwindigkeitsüberwachungen hinwirken und zusätzliche Dialogdisplays an geeigneten Stellen errichten;

  • im Zusammenwirken mit der Anwohnerinitiative an geeigneten Stellen versenkbare oder herausnehmbare Poller oder gleich effektive Einfahrtsbeschränkungen installieren, die zumindest zur Hauptverkehrszeit in Betrieb zu nehmen sind (Einsatz- und Rettungsfahrzeuge dürfen nicht behindert werden);

  • keinen Umbau der Boelckestraße vor Abschluss der umfangreichen Leitungsarbeiten auf dem Tempelhofer Damm vornehmen, um die Nord-Süd-Achse leistungsfähig zu halten und Ausweichverkehr durch die Gartenstadt zu verhindern.

Für ein sicheres und sauberes Tempelhof

Ein geordnetes und sauberes Umfeld ist ein wichtiges Merkmal für die Lebensqualität und Attraktivität unseres Ortsteils. Dreckecken, Sperrmülllagerungen und Kriminalität gehören für uns nicht zum „Metropolenfeeling“, sondern sind eine Belastung für die Menschen in Tempelhof. Daher setzen wir uns ein für:

  • die Bekämpfung des sich ausbreitenden Drogenhandels und -konsums entlang und im Umfeld der Bahnhöfe der U 6, insbesondere am S+U-Bahnhof Tempelhof,

  • für eine freundlichere Gestaltung und ausreichende Beleuchtung des Boelcke-Tunnels und der Unterführung am S-Bahnhof Tempelhof, damit diese aktuellen Angsträume von allen ohne Furcht genutzt werden können.

Kiezleben

Tempelhof bietet vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und gutes nachbarschaftliches Miteinander. Zahlreiche Parks, Laubenkolonien, Spielplätze und Eckkneipen, sowie eine relativ neue, aber florierende Cafékultur bezeugen das. Dieser Schatz muss bewahrt und weiterentwickelt werden. Negative Entwicklungen wie die Ausbreitung von Wettannahmestellen, Barbershops, Shishabars oder Glücksspielhallen wollen wir verhindern. Stattdessen machen wir uns stark für:

  • Unterstützung des Einzelhandels und der Gastronomie zur Abfederung der Coronafolgen im Rahmen der kommunalen Kompetenzen,

  • die langfristige Rettung von Karstadt-Tempelhof als Kaufhaus-Standort,

  • mehr Bolzplätze und Sportanlagen,

  • die Ausweitung des Spielhallengesetzes auf Wettannahmestellen. Der Bezirk muss zur Eindämmung des „Wildwuchses“ seinen Einfluss auf die Landespolitik aktiv ausüben, damit das Kiezflair nicht verloren geht.

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