Für Friedenau wollen wir folgende Ideen umsetzen:

  • Die Fertigstellung des Wohngebietes Friedenauer Höhe soll zeitnah erfolgen, um insbesondere Familien eine neue Heimat zu ermöglichen.

  • Wir fordern eine gezielte Städtebauplanung, die in neuen und vorhandenen Kiezen Wohnungen, Gewerbe und Grünflächen planerisch miteinander verbindet. Dabei sollen keine monotonen, sondern nachhaltige Strukturen geschaffen werden. Dazu zählen z.B. die Aufwertung öffentlicher Plätze und Parkanlagen wie auch die Neugestaltung zentraler Plätze durch Einrichtung von Nachbarschaftsgärten. Dem besonderen ästhetischen Charakter Friedenaus mit seinen vielen Gründerzeitbauten ist Rechnung zu tragen.

  • Die Nutzung des Rathauses Friedenau als Flüchtlingsunterkunft für Mütter mit Kindern endet vermutlich im Jahr 2023. Wir wollen ein Nachnutzungskonzept, das den Breslauer Platz und die Nebenstraßen einbezieht. Wir stellen uns die Zukunft des Friedenauer Rathauses als Bürgeramt und Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger vor. Von zentraler Bedeutung ist hier auch das Theater Morgenstern, dessen Zukunft langfristig finanziell gesichert werden muss. Unser Engagement für das „Theater Morgenstern" und die Kultur im Bezirk werden wir fortsetzen und verstärken.

  • Neben neuen Perspektiven für das alte Rathaus Friedenau brauchen wir auch eine Steigerung der Aufenthaltsqualität des Breslauer Platzes. Dies kann z. B. durch mehr Begrünung, Erweiterung der Flächen für die Außengastronomie und mehr Sauberkeit, vor allem rund um den Kiosk „Rathaus Friedenau", erfolgen. Dabei möchten wir auch Ideen von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Geschäftsleuten rund um den Breslauer Platz einbeziehen.

  • Der Friedrich-Wilhelm-Platz bedarf einer höheren Aufenthaltsqualität. Wir werden die bereits laufenden Planungen unter Einbeziehung der hier aktiven Bürgerinitiative zeitnah realisieren. Zusätzlich werden wir uns für eine Ausstellung historischer Fotos und Bilder des Kiezes in den Eingängen des U-Bahnhofes einsetzen wie z.B. am Bayerischen Platz.

  • Digitalisierung und Vernetzung von Verwaltung, Polizei, Justiz und Verkehr sind auszubauen, um nicht nur für flüssigeren Verkehr, sondern auch für mehr Sicherheit und Sauberkeit zu sorgen. Dies gilt insbesondere für den Innsbrucker Platz, der nicht nur ein Umsteigeort, sondern auch das "Eingangstor" nach Friedenau ist. Für den Innsbrucker Platz werden wir ein entsprechendes Quartierskonzept unter Beteiligung der Bezirksverwaltung, der Bundes- und Landespolizei und der Anwohnerschaft initiieren.

  • Die Parkplatzsituation ist in Friedenau unverändert schwierig. Es fehlen mehr als 1.000 Parkplätze. Wir wollen aufgrund der vielen Anwohnerwünsche aus dem Bereich der Ceciliengärten und anderer nördlicher Wohngebiete von Friedenau die Parkraumbewirtschaftung bis zum Innsbrucker Platz ausweiten, damit sich die Parkplatzsituation deutlich verbessert. Aufgrund der fehlenden Parkplätze steigt die Frustration der verschiedenen Verkehrsteilnehmer im Kiez. Denn auch bei starker Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird der private PKW aus unterschiedlichsten Gründen genutzt. Auch diese Bedürfnisse müssen in einem umfänglichen Verkehrskonzept berücksichtigt werden.

  • Unter den Verkehrsteilnehmern in Friedenau herrscht zunehmend ein harscher Ton. Das Parken im Parkverbot, rücksichtsloses Radfahren auf dem Fußgängerweg oder „Gehen bei Rot“ ist zum Alltag geworden und frustriert alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Wir wollen:
    • mehr Angebote für Auffrischungskurse zur StVO,
    • verstärkte Kontrollen durch die Polizei. Dies gilt insbesondere für die Fahrgeschwindigkeit auf der Rhein- und Hauptstraße;
    • bessere Konzepte für sichere Fuß- und Fahrradwege.

  • Die Schaffung eines baulich getrennten Radwegs entlang der Rheinstraße bzw. Hauptstraße in Friedenau. Dabei sollen, wenn möglich, keine Stellplätze verloren gehen. Dies dient der Sicherheit der Radfahrer und verbessert die Lebensqualität der Anwohnerschaft.

  • Den Bau eines Radschnellweges entlang der S-Bahn-Linie S1.

  • Ein abgestimmtes Fußweg-Instandsetzungsprogramm für Friedenau. Ältere Bürgerinnen und Bürger, Menschen mit Behinderungen oder Eltern mit Kinderwagen meiden zunehmend die Fußgängerwege in den Seitenstraßen, da sie gefährliche Schäden aufweisen. Dies muss sich dringend ändern.

  • Zur Stärkung des Einzelhandelsstandortes Rheinstraße ein professionelles Geschäftsstraßenmanagement unter Einbeziehung des Einzelhandels und der Hauseigentümerinnen und -eigentümer. Dazu zählen Themen wie koordinierte Sonntagsöffnungen, Verkehr und Parkplätze, Unterstützung bei Unternehmensgründungen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, Zwischennutzungen, z.B. für Galerien oder für kurzfristige und provisorische Einzelhandelsgeschäfte („Pop-Up"), die vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben werden, oder Unterstützung bei der Schaffung von Onlineservices. Die Rheinstraße und ihre Nebenstraßen werden nur dann langfristig florieren, wenn das Angebot an vielfältigen Geschäften und Restaurants eine sinnvolle Ergänzung zur Schloßstraße darstellt.

  • Friedenau verfügt über eine sehr aktive und vielfältige Kulturszene. Wir setzen uns dafür ein, dass kulturelle Anlaufpunkte wie Galerien, Programmkinos, das Kleine Theater am Südwestkorso und das Theater Morgenstern im Rathaus Friedenau erhalten bleiben. Dabei setzen wir auf die enge Einbeziehung von Kulturschaffenden und ehrenamtlich Tätigen, die sich für den Kulturstandort Friedenau engagieren.

  • Um die Sicherheit auch während der Wintermonate auf Sport- und Spielplätzen zu erhöhen, wollen wir eine feste Beleuchtung installieren. Auch nachmittags und in den frühen Abendstunden werden die Spiel- und Sportplätze von Kindern und Jugendlichen genutzt. Da gerade unser Ortsteil wenig Spiel- und Sportplätze hat, erhöht dies die Nutzungsdauer der Anlagen für die Familien und Jugendlichen erheblich. Besonderer Bedarf besteht beim Basketballplatz am Friedrich-Wilhelm-Platz sowie am Spielplatz in der Görresstraße.

  • Die Doppelstock-Turnhalle auf dem Gelände des Paul-Natorp-Gymnasiums muss unverzüglich fertiggestellt werden.

  • Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte ist ein Leuchtturm der Bildung insbesondere für Schülerinnen und Schüler, aber auch für alle anderen mit Interesse an Astronomie. Wir machen uns deshalb für die Idee stark, einen vor allem für Kinder und Jugendliche attraktiven Planetengarten am Insulaner einzurichten.

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